BÜHNENWERKE

Foto: Laurence Chaperon, Ilse-Holzapfel-Stiftung
Gestern zwar, doch nicht vergangen
Holocaust-Überlebende und Nazi-Täter nach der Stunde Null
Schauspiel in fünf Tagen
Dritter Teil der Trilogie zu Opfern und Tätern des Nazi-Regimes im Auftrag der Ilse-Holzapfel-Stiftung
Uraufführung: 2025, Berliner Ensemble
mit Sylvester Groth, Claudia Michelsen, Jannik Schümann und Laura Talenti
Regie: Leonie Rebentisch
„Das Stück (…) beschreibt bedrückend realistisch, wie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die Traumata der Verfolgten genauso fortbestanden haben wie die
Weigerung der Täter, sich mit ihrer Schuld auseinanderzusetzen. (…)
Claudia Michelsen kommt (…) ins Schwärmen: ‚Es ist großartig, was Alexander Pfeuffer mit diesen Stücken geschaffen hat. Eine emotionale Wucht, die nicht moralisiert, sondern teilweise auch faktisch erzählt, so dass wir nicht vergessen können.’ (…)
Der Schauspieler Jannik Schümann (…): "Mich fasziniert, wie eindringlich das Stück den Bogen von der Vergangenheit in die Gegenwart schlägt. Es zeigt, dass die Schatten der Geschichte nicht einfach verschwinden, sondern dass sie weiterwirken - in Familien, in Gesellschaften und in den Herausforderungen, vor denen wir heute stehen.’
Heike Böse, ntv, 26.01.2025
„Welche Parallelen die Vergangenheit mit der Gegenwart hat, muss man an so einem Tag unbedingt thematisieren. Der Abend lässt einen mit der wichtigen und unbeantworteten Frage zurück, wie das Gedenken an die Shoa in Zukunft aussehen kann – ohne Pathos, ohne Gedenkroutinen.“
Barbara Behrendt, rbb24 Inforadio, 28.01.2025
Ratten auf der Flucht
Wie Nazitäter entkommen konnten
Chorisches Theaterstück
Zweiter Teil der Trilogie zu Opfern und Tätern des Nazi-Regimes im Auftrag der Ilse-Holzapfel-Stiftung
Uraufführung: 2024, Berliner Ensemble
mit Meret Becker, Sabin Tambrea, Alice Dwyer, Johann von Bülow und Uwe Preuss
Szenische Einrichtung: Leonie Rebentisch
„Schon zum zweiten Mal nimmt sich die Ilse-Holzapfel-Stiftung dieses schwierigen Themas an und konnte wieder den renommierten Autor Alexander Pfeuffer für die Umsetzung gewinnen.“
Heike Böse, ntv, 27.01.2024
„Lehrreich ist diese lange, düstere Geschichtsstunde unbedingt.
Barbara Behrendt, rbb24 Inforadio, 30.01.2024

Foto: Laurence Chaperon, Ilse-Holzapfel-Stiftung

Foto: Laurence Chaperon, Ilse-Holzapfel-Stiftung
Fünf Stellvertreter
Jüdische Bittbriefe an den Papst
Dokumentarisches Theaterstück für zwei Figuren
Erster Teil der Trilogie zu Opfern und Tätern des Nazi-Regimes im Auftrag der Ilse-Holzapfel-Stiftung
Uraufführung: 2023, Berliner Ensemble
mit Iris Berben und Thomas Thieme
Szenische Einrichtung: Alexander Pfeuffer
„5 von 15.000 Briefen gaben dem Stück von Alexander Pfeuffer seinen Namen. (…) ‚Retten Sie uns! Haben Sie Mitleid!’ sind die letzten Worte zweier Briefe und die letzten Worte, die Iris Berben und Thomas Thieme lesen. Danach ist es so still im ‚Berliner Ensemble‘, man hätte die sprichwörtliche Nadel fallen hören können, bevor Applaus aufbrandet. Ein in jeder Hinsicht beeindruckender und gleichzeitig bedrückender Abend.“
Heike Böse, ntv, 27.01.2023
Grindkopf
Kindertheaterstück nach Tankred Dorst
Uraufführung: 2008, Vorstadttheater Basel
mit Gina Durler, Matthias Grupp, Samuel Kübler und Reto Weber (Schlagzeug)
Regie: Rogier Hardeman
„Besonders schön sind die humorvollen Details und schrägen Charaktere. (…) Grindkopf zeigt mit einfachen Mitteln, was Theater kann: eine Welt erschaffen, die alle Grenzen überschreitet. Eine zauberhafte Inszenierung, ein Märchen für Kinder und Erwachsene.“
Maren Butte, Basler Zeitung, 7.04.2008
„Die Premiere wurde herzhaft beklatscht.“
Paul Schorno, Basellandschaftliche Zeitung, 07.04.2008

Foto: Anna Stolze

Foto: Joachim Dette Theaterhaus Jena
Vermisst
Eine Komödie
Uraufführung: 2006, Theaterhaus Jena
mit Andrea Schmid und Saskia Taeger
Regie: Heiko Kalmbach Bühne/Kostüme: Bühnenbildklasse Marc Deggeller, Scenic Movement/Choreographie: Antonio Cerezo, Musik: Tareke Ortiz, Dramaturgie: Tanja Mette
eingeladen zum „Dramafest 06“ (Mexico City und Puebla, Mexiko, August/September 2006), in Originalsprache mit Übertiteln in Spanisch (Übersetzung: Antonio Cerezo)
„‚Vermisst‘ heißt dieses spritzig-ironische Eifersuchtsgefecht, das sich die Schauspielerinnen Andrea Schmid und Saskia Taeger am Donnerstagabend im Jenaer Theaterhaus lieferten. Den Text schrieb Alexander Pfeuffer eigens zum Spielzeitmotto ‚Ich kämpfe!‘, und unter der Regie von Heiko Kalmbach eroberte die Uraufführung das Publikum im Sturm. (…) . Ein kleiner, detailgenau und witzig gezeichneter Vorgang im Stile einer modernen Commedia dell´Arte, deren Protagonisten an Comic-Figuren erinnern.“
Frank Quilitzsch, Thüringer Landeszeitung, 12.5.2006
„Beide liebten einen Mann, doch er ist weg. (…) Es entbrennt ein Kampf um die Deutung der Vergangenheit. Die andere wird zum Ziel und die Lüge zur Waffe. (…) Der ambitionierte Theaterabend funktioniert.“
Rico Valtin, CAMPUSRADIO; 12.05.2006
„Liebe ist Frauen-, Krieg Männersache - anno 2006 im Jenaer Theaterhaus zu sehen und zur Premiere mit viel Beifall bedacht.“
Angelika Bohn, Ostthüringer Zeitung, 12.05.2006
Fleisch
Eine Offenbarung
Komödie für fünf Figuren, ein Kalb und eine Statue
Uraufführung: 1997, Schloss Ehringerfeld
mit Johannes Hepp, Christian Wieland, Alexander Roth, Vroni Kiefer, Eva Jaeger, Matthias Keidel und Christina Griebl
Regie: Alexander Pfeuffer
„Szenenapplaus ohne Ende.“
Christof Wolf, Cusaner Correspondenz, II-1997
„Es geht um Menschen, die in je unterschiedlicher Weise mit ihrer belasteten Biographie zu Rande kommen müssen. Das seelische Chaos eines aus den Fugen geratenen Lebens versuchen die Mönche zu bewältigen, indem sie sich an starre Ordensregeln klammern. (…) Dass diese Art von Flucht vor sich selbst letztlich nur scheitern kann, zeigt der Schuss des Stückes: das Kloster geht in einem Flammeninferno auf.“
Johanna Wandinger, Cusaner Correspondenz, I-1998

Foto: Alexander Pfeuffer

Bild: Alexander Pfeuffer
Von der Liebe der Eidechsen
Theaterstück für zwei Figuren
Uraufführung: 1997, Akademie der Künste, Berlin
mit Victor Schefé, Erich Schleyer
Regie: Ulrich Simontowitz
„Ein Nocturne über Männer zweier Generationen, über Hierarchien, Rollenverhalten und Aufbrüche. Ein Lösungsversuch.“
Zitty Berlin, Juli 1997
„Ein heikles Thema, das Alexander Pfeuffer in seinem in diesem Jahr fertig gestellten Stück ‚Von der Liebe der Eidechsen‘ anspricht, doch ein wunderbarer Stoff. Der 25jährige Autor reizt das psychologische Potential geschickt aus: Die beiden Charaktere gehen ein erbarmungsloses Spiel mit ständige wechselnden Rollen ein. (…) Die größte Wirkung entfaltet das Stück in den Anspielungen, dann, wenn die Verletzungen der beiden zwischen den Zeilen zu lesen und zu erkennen sind.“
Berliner Morgenpost, 22.07.1997